Wanderlust

Ratzeburg, DeutschlandManchmal fühlen wir uns leer.

Ist es der Überdruss, die Kälte des Herzens, eine beklemmende, herauf kriechende Hoffnungslosigkeit, die uns einnimmt und unsere Sicht mit Schwärze flutet?

Selbst wenn man alles hat – die ganzen materiellen Errungenschaften unserer ach so aufgeklärten Zeit sein Eigen nennt – man geliebt wird und die Familie gesund ist, fällt doch dann und wann ein Mantel über uns. Ein Mantel des Schweigens und der (scheinbaren) absoluten Isolation…

Kann es sein, dass dies die Natur ist? Ist es die liebende Lebendigkeit des Alls, die uns ermahnen will und dazu unmissverständlich auffordert, ja gar dazu zwingt, uns mit uns selbst zu konfrontieren? Was wäre all das Glück der Welt, ohne einen Moment des Verweilens und der Selbstreflexion… es wäre lediglich ein weiterer anonymer Tropfen in einem Ozean.

RoseVielleicht gibt es jedoch etwas Höheres: den Sinn in der Schönheit des völlig erfassten Augenblicks – eine – ewig der Erinnerung würdigen – Perle in einem wundervollen Geschmeide der Schöpfung…
Und so rufe ich:

„Wanderlust!
Wandere, wandere und beruhige Dich!
Verweile! Schaue und staune!
Atme nicht zu tief!
Trinke mit Würde und Dankbarkeit…“

Wir schließen unsere Augen und sterben den kleinen Tod – gleiten hinüber mit wahnwitziger Geschwindigkeit und finden uns selbst in jedem nur erdenklichen Dinge…

Blitze über Dauphin Island, AlabamaNehmt es mit und bewahrt es Euch! Auch, oder vielleicht gerade die kleinen Dinge sollte man nicht übersehen. Es braucht seine Zeit und davon genügend, es im Großen und Ewigen zu betrachten…

Die kleinen Dinge reihen sich auf – sie sind die tausend Gewürze im Geheimrezept – und tragen zu gar Köstlichem bei.

„Fühle ich mich leer – brenne ich in Indigo.“

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1 Kommentar

  1. LeanDracalea sagt …
    am 25. Juni 2008 um 18:38 | Permalink

    Du gehst in den Wald. Tiefer bis du deine Orientierung verlierst.
    Was denkst du? Wo bist du? Wer bist du?

    Deine Sinne sind geschärft und du versuchst dich zu entspannen. Du atmest mittlerweile ruhig, denn du weißt, dass dir nichts passiert. Dennoch weißt du nicht, wo du bist. Tief im Wald spürst du die Energie.

    Lass los!
    Lass dich fallen!
    Erlebe diesen Moment des Geschenks! Weiter, tiefer, riechst du es?
    Kannst du es fühlen?

    Kein Anhaltspunkt, dass je ein Mensch hier gewesen ist. Die Luft ist rein. Und du beginnst zu fühlen.

    Was fühlst du?

    Nein…das sicher nicht….

    Fühle genauer hin kannst du es nun spüren?

    Du fühlst dich Selbst. Du bist ganz du. Nackt im Wald.

    Gehe nicht weiter Staune über das, was du mit offenen Augen siehst.
    Und das was du mit geschlossenen wahrnimmst.

    Nimm es an. Doch benutze es nicht!

    Lean