Mondsüchtig

Er ist unser Trabant. Er sorgt für die Gezeiten und die Stabilität unserer Klimazonen. Er ermöglicht Leben und strahlt magisch in die Nacht. Auch wenn wir ihn nicht sehen, ist er da. Ein Spiegel ist er … ein ganz wunderbarer Begleiter und voller Rätsel …

Schon immer war ich von den Sternen fasziniert. Doch nicht nur von den Sternen, sondern auch von allem, was sich dazwischen tummelt. Vielleicht teilt der eine und die andere ja diese, meine Leidenschaft … Was ist der Erde näher, als der Mond? Da liegt es nahe, sich mal etwas genauer mit diesem – wie ich finde, rätselhaften – Himmelskörper zu beschäftigen …

Vieles, was wir über den Mond zu wissen glauben, hat uns entweder die NASA, eine andere Weltraum-Organisation oder die Schule vermittelt. Vielleicht haben uns auch die Eltern oder Großeltern ein paar Geschichten vom Mond erzählt. Es gibt jedenfalls mehrere Betrachtungswinkel, sei es der physikalisch astronomische, biophysikalisch organische, astrologische bzw. mythologische oder der esoterische … kein Verfechter des einen sollte zu voreingenommen dem eines anderen Blickwinkels gegenübertreten.

Science Fiction?Es gibt viele Unklarheiten oder bestimmte »Glaubensgebilde«, welche den Mond betreffen, die sich schlichtweg mangels eigener Recherche lange Zeit in den Köpfen der Leute festgesetzt haben. Da es zur Zeit noch etwas schwierig ist, für jedermann eine Reise zum Mond zu unternehmen, um der Sache mit eigenen Augen auf den Grund zu gehen, sind wir natürlich darauf angewiesen zu »glauben«, was diejenigen sagen, die ein tolles Teleskop besitzen, mit Raketen rüber geflogen sein wollen oder Sonden losgeschickt haben …

Der Mond hat in etwa einen Durchmesser von 3.476 km, einen mittleren Abstand zur Erde von ca. 384.400 km und eiert leicht um diese einmal komplett in ca. 28 Tagen herum. Schon bei den nüchternen Fakten rund um Luna scheiden sich die Geister.

Da wäre zum Beispiel die Sache mit der Schwerkraft. Im allgemeinen – wie auch fast überall nachzulesen – geht man davon aus, dass der Mond in etwa 16,5% der Gravitationskraft der Erde besitzt. Andere Quellen sprechen von ca. 60%, was angesichts des recht kleinen Durchmessers des Mondes sehr beachtlich wäre. Für diese Berechnungen spielt z.B. die Umlaufzeit um die Erde, die geschätzte Dichte des Mondes sowie der exakte Massenschwerpunkt und somit der exakte »Nullpunkt«, an dem sich die Gravitation der Erde und die des Mondes gegenseitig aufheben, eine Rolle.

Krater von Apollo 8 aufgenommenNun gibt es noch die weit verbreitete Annahme, der Mond besäße keine Atmosphäre, was allerdings so nicht ganz stimmt. Offiziell hat der Mond eine »Exosphäre«, ein aus in etwa gleichen Teilen bestehendes Gemisch aus Helium, Neon, Wasserstoff und Argon sowie noch einigen anderen Elementen. Der Druck an der Mondoberfläche (bei Nacht) betrüge ca. 0,000.000.000.000.003 Bar. Diese Annahme steht im Einklang mit der geringen Schwerkraft des Mondes, die nicht ausreichend sei, eine dichtere (Sauerstoff-)Atmosphäre festzuhalten. Aus anderen Quellen geht jedoch hervor, dass in Mondkratern des öfteren Wolken zu sehen sind – ob diese vulkanischen Ursprungs und aus Kalium sowie Natrium bestehend sind oder ob diese aus Wasserdampf gebildet werden, sei jetzt dahingestellt. Jedenfalls wäre für Wolken aus Wasserdampf nicht nur die heiße Sonne, sondern auch flüssiges Wasser erforderlich – in der Tat gibt es Bilder, die unter Mondgestein Tropfen einer klaren Flüssigkeit zeigen (viel Glück beim Suchen). Ganz sicher ist die Atmosphäre oder Exosphäre des Mondes durch den Sonnenwind elektrisch geladen und ähnelt vielleicht einem Plasma. Die Effekte dieses »dünnen«, jedoch elektrisch sowie magnetisch interagierenden Plasmas dürfen nicht vernachlässigt werden.

Ist der Mond nun eine »heiß-kalte, graue, trockene, giftige, tote Krater-Wüste« oder vielleicht doch bunter, lebendiger und freundlicher als wir denken? Wen ich neugierig gemacht habe, dem empfehle ich die nachfolgenden Links zu weiteren Studien.

Offizielle Fakten zum Mond bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mond
Offizielle Fakten zum Mond bei der NASA:
http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/factsheet/moonfact.html
Die außergewöhnliche Website des Pegasus Research Consortiums (featuring John Lear) »The Living Moon«:
http://www.thelivingmoon.com/

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1 Kommentar

  1. LeanDracalea sagt …
    am 25. Juni 2008 um 18:59 | Permalink

    Was ist näher an der Erde? Knie dich auf den Boden, vergrabe deine Finger in der Erde und spüre die Kraft.

    Und du wirst sehen, dass du näher bist, als der Mond. Aber faszinierend ist er allemal. Und mystisch sowieso, und was sich zwischendrin und drumherum tummelt, ist an der Grenze des Begreiflichen.
    Wie Angst einflößend und neugierig macht es aber. Und wie fesselt es einen und man staunt und es fehlen einem die Worte.

    Sehr respektvoll sollte man an diese Urteilchen rangehen.
    Am besten aber noch nicht anfassen. Der mensch sollte daher eine Grenze ziehen.

    Die Erde ist zerstört…. andere Planeten, die der Mensch betreten hat, folgen.
    Der Dreck der im All herumfliegt, wer weiß wo sich schon überall was festgesetzt hat und was daraus wird.
    Seltsam faszinierend und doch anmutig. Kräftig und doch zerstörbar.

    In welchem Ausmass wird sich zeigen!

    Lean