Aldis USB-Mikroskop »Traveler« [3. Update]

So, das musste sein … Heute Abend Vor längerer Zeit habe ich das USB-Mikroskop »Traveler«, welches Aldi-Süd diese Woche erneut im Angebot für 29,90 € hat(te), erworben. »Endlich kann ich meine Studien intensivieren« – zumindest hatte ich dies beim Erwerb im Hinterkopf. Es wird sich noch zeigen, wie brauchbar das Teil ist, oder eben nicht. Ich möchte jedoch nicht zögern, schon einmal meine ersten Erfahrungen damit zu schildern:

Die Verarbeitung ist ganz passabel, hinterlässt jedoch etwas den Eindruck, als hätte jemand ein billiges Lifestyle-Produkt auf den Markt werfen wollen. Dennoch kann man sich an die blau-transparente [Update: Bzw. grau-transparente] bzw. Glitzer-Silber-Optik gewöhnen. Das Mikroskop ist recht leicht und klein und der Betrieb am USB funktioniert bisher relativ reibungsfrei, weshalb die Bezeichnung »Traveler«gerechtfertigt zu sein scheint.

Die im Lieferumfang enthaltene Pinzette ist eher ein Spielzeug; der Kunststoff-Aufbewahrungsbehälter mit drei integrierten »Lupen« könnte sich noch als nützlich erweisen, ist allerdings ziemlich winzig. Die vier Probenbehälter sind ebenfalls sehr klein und enthalten gerade mal »Spuren von Inhalt«: Eosin-Färbemittel, Klebemittel, Meersalz und Salzwasser-Garnelen-Eier. Ich denke mal, dass dies – zusammen mit den 12 Objektträgern aus Glas – für den Einsteiger in die Mikroskopie aber erstmal reicht. Besonders praktisch: 5 der 12 Objektträger, die in einem Kunststoff-Döschen mitgeliefert werden, sind bereits präpariert (und zwar mit Zwiebelhaut, Blütenstaub, Blatt der Grundnessel, Blatt der Ackerbohne und Apfel) und können direkt betrachtet werden.

Die drei Beleuchtungsmodus des Mikroskops, Durchsicht, Draufsicht sowie gleichzeitige Durch- und Draufsicht, sind jeweils mit weißen LEDs realisiert worden und recht gut. Der Objektivrevolver mit den drei Vergrößerungsstufen 10-fach, 60-fach und 200-fach lässt sich gut bewegen und rastet präzise ein. Ein Manko gibt es allerdings: die Scharfstellung erfolgt über zwei (auf der gleichen Achse verbundene) Plastik-Drehknöpfe, die den etwas wackligen Objektivträger-Tisch rauf und runter bewegen und ist leider sehr unpräzise – zumindest in der höchsten Vergrößerungsstufe.

Der am oberen Ende des Mikroskops angebrachte Mikroschalter für direkte Schnappschüsse ist so »hart«, dass er beim Drücken gerne mal die Scharfstellung für den Moment der Aufnahme vermasselt. Dies ist nicht ganz so schlimm, denn man kann Schnappschüsse und Videos ja auch bequem per Software erledigen.

Vorläufiges Fazit

  • SIM-Karte, Kontaktflächen

    SIM-Karte, Kontaktflächen

  • Armbändchen

    Armbändchen

  • Personalausweis

    Personalausweis

  • Streichholzkopf

    Streichholzkopf

  • Rotes Haar

    Rotes Haar

Man darf nicht zu viel von diesem Einsteiger-Mikroskop erwarten, aber es macht Spaß, damit zu arbeiten und funktioniert gut [Update: – jedoch ist es unter Linux bisher nicht zum Laufen zu bringen, da es nicht UVC-kompatibel und somit ohne Linux-Treiber ist]. Wer jedoch wissen möchte, wie es im Inneren von Zellen aussieht oder gewisse Ansprüche an die Bildqualität hat, der sollte sich ein semi-professionelles oder professionelles Mikroskop besorgen.

Genug der hohlen Worte …

Anbei meine ersten Videos, welche ich mit dem mitgelieferten »Ulead VideoStudio 7 SE VCD« aufgenommen habe. Die Auflösung der Kamera im Mikroskop beträgt 640×480 Pixel [Update: bzw. beim neuen Mikroskopmodell für Fotos auch 1280×1024 Pixel]. Für die Aufnahmen habe ich diese Auflösung ebenfalls eingestellt und gleichzeitig den Kompressions-Codec »ffdshow XviD MPEG-4« gewählt (zuvor »K-Lite Codec Pack« installieren!)

Meine selbst erstellten Videos

Video in der Original-Auflösung

Videos, die ich mit dem Video-Converter »Super« umgewandelt habe

(Die Videos sind dabei auf ca. 1/12 der ursprünglichen Dateigröße geschrumpft.)

[Update: Habe nun meinen eigenen YouTube-Kanal. Dort findet Ihr weitere Mikroskop-Test-Videos in Original-Qualität auch nicht so doller Qualität, wegen dem Transcoding von YouTube (480p), insgesamt 12 Stück.

Alle Mikroskop-Videos im YouTube-Player

Habt ihr auch Videos mit dem Mikroskop aufgenommen? YouTube bietet eine Menge Speicherplatz ;-) dafür. und bietet ziemlich clevere Features, die man erst richtig entdeckt, wenn man mal was hochgeladen und damit herum gespielt hat.]

[Update: Es gibt scheinbar ein neues Modell des Mikroskops, das ebenfalls in blau-transparent oder nun auch grau-transparent erhältlich ist und einen anderen Kamera-Chip eingebaut hat, der eine höhere Auflösung (1280×1024 Pixel) bei Standbildern erfasst. Auch werden nun Treiber für Windows 7 mitgeliefert. Es ist bisher unklar, ob dieser neue Kamera-Chip endlich UVC-kompatibel ist.]

Weitere Informationen

Das Angebot bei Aldi-Süd:
http://www.aldi-sued.de/de/html/offers/2827_7320.htm
Traveler Service Webseite der Fa. Supra Foto Elektronik Vertr. GmbH:
http://www.traveler-service.de/
Traveler USB-Mikroskop:
http://www.traveler-service.de/USB-Mikroskop/
http://www.traveler-service.de/cms/index.php?id=traveler-[…]pi1[id]=83
http://www.traveler-service.de/cms/index.php?id=traveler-[…]pi1[id]=143
http://www.traveler-service.de/cms/index.php?id=traveler-[…]pi1[id]=285
Gebrauchsanleitung und technische Daten des USB-Mikroskops »Traveler«:
http://www.traveler-service.de/up[…]ungen/BDA%20USB-Mikroskop.pdf
http://www.traveler-service.de/[…]?id=downloads-optische-geraete-de
Produktvideos des Mikroskops:
http://traveler-service.de/[…]20110504-supra-mikroskop-de-lg.html
http://traveler-service.de/[…]/20110520-supra-usb-microscope-de.html

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4 Kommentare

  1. LeanDracalea sagt …
    am 24. Juli 2008 um 10:13 | Permalink

    Irgendwie ahnte ich schon das so etwas kommen würde.
    Die Videos sind gut.. zwar nicht perfekt aber gut.
    Ich denke man braucht noch weitere, hoch auflösende Geräte, um mehr sehen zu können.
    Aber schaut doch recht ordentlich aus. Habe mir alles angeschaut und vermisse eines *sfg*

    Streng dich mal an, damit man das auch mal sehen kann.

    Liebe Grüße,

    Lean

  2. condor sagt …
    am 18. August 2010 um 22:29 | Permalink

    Mal zur Info für alle diejenigen, die das Mikroskop unter Linux einsetzen wollen: vergesst es!

    Der im Mikroskop eingebaute Kamera Chip iPassion iP2936 ist nicht UVC kompatibel. Es wird keine Kamera erkannt und kein /dev/video* angelegt. Mein Ubuntu Bug #528843 Report dazu („USB microscope camera Traveler SU 1071 (ipassion iP2936 1b3b:2936) not recognized“) ist ergebnislos verlaufen und auch Recherchen brachten außer einen angeblichen, unbestätigten Patch (http://ubuntuforums.org/archive/index.php/t-1333503.html) zum selber Kompilieren nichts hervor.

    Ich bin natürlich für alle neuen Erkenntnisse, wie man das Teil unter Linux als Kamera benutzen kann, falls es je welche gibt, dankbar.

  3. Dejan Kreculj sagt …
    am 20. Dezember 2012 um 22:07 | Permalink

    Please, help me: I lost a CD with drivers for this microscope – please link to download.
    Tnx and regards!

  4. Condor sagt …
    am 31. Dezember 2012 um 13:49 | Permalink

    Hi Dejan!

    The drivers you need are either these:
    http://www.traveler-service.de/cms/index.php?id=downloads-usb-mikroskop-mod1-de

    Or these (new model):
    http://www.traveler-service.de/cms/index.php?id=downloads-usb-mikroskop-mod2-de

    Regards,

    Dennis

2 Trackbacks

  1. am 29. Januar 2010 um 6:37

    […] Seit kurzem habe ich einen eigenen YouTube Kanal, in dem ich von Zeit zu Zeit meine selbst erstellten Videos herauf laden werde. Derzeit befinden sich 12 Videos darin, die alle mit meinem USB-Mikroskop “Traveler” im Zuge meiner damaligen Tests aufgenommen wurden (siehe Artikel). […]

  2. am 6. Juli 2010 um 18:10

    […] […]