Sabayon Linux – Installation und Erfahrungen [4. Update]

Screenshot der Linux Distribution Sabayon 4.1 mit Gnome, Compiz Fusion und den aktivierten Effekten 'Desktop Cube', 'Rotate Cube', '3D Windows' etc.(Fazit nun hinzugefügt. Der Nachtrag: „Extras“ wird demnächst abschliessend erstellt.)
Seit kurzem einigen vielen Monaten sammle ich Erfahrungen mit der italienischen Linux Distribution „Sabayon„. Es handelt sich um eine sehr moderne und v.a. für den Einsatz auf Desktop-PCs konzipierte Variante von Gentoo Linux. Bei Wikipedia findet sich eine gute Zusammenfassung darüber und die Website zu Sabayon findet man unter www.sabayonlinux.org. Da es sich um eine Live-DVD handelt, kann man also in Ruhe ausprobieren, wie gut die Hardware Erkennung auf dem eigenen PC funktioniert und ob einem die beachtliche, mitgelieferte Software-Sammlung sowie die schicken, aber auch Hardware-hungrigen 3D-Effekte von Compiz Fusion gefallen.

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Vorwort

Screenshot der Linux Distribution Sabayon 4.1 mit leicht angepasstem Gnome und zusätzlich installierten AnwendungenEs ist noch wichtig zu erwähnen, dass bei Sabayon nicht nur Open-Source-Software, sondern auch proprietäre Treiber (z.B. die Hardware-beschleunigenden ATI- und nVIDIA-Treiber) und Programme (z.B. Google Earth und Skype) über den Paketmanager zur Verfügung stehen.

Da meine Eindrücke der von der Sabayon-Live-DVD einwandfrei gestarteten Variante „Sabayon Lite 3D“ durchweg positiv waren und es zu keinen größeren Problemen kam, entschloss ich mich, es mal probeweise neben Windows XP parallel zu installieren. In diesem How-To findet ihr hoffentlich ein paar nützliche Tipps, bestimmte Hürden bei der Installation zu umgehen und – nach erfolgreicher Installation – auch Tipps, das System zu aktualisieren und eine gute Grundumgebung zu schaffen.

Installationsanleitung

Hinweis! Dieses How-To beschreibt den von mir gegangenen Weg, Sabayon (mit Gnome) nachträglich zu Windows XP hinzu zu installieren, um ein Boot-Menü zu erhalten, in dem das gewünschte Betriebssystem dann bei jedem Start ausgewählt werden kann. Sabayon wird ohne Schwierigkeiten auf ggf. vorhandene NTFS-Partitionen Lese- und Schreibzugriff haben, wenn diese mit Windows XP angelegt wurden, nicht jedoch, wenn die NTFS-Partitionen von einem vorhandenen Vista stammen!

Vorbereitungen

Ich habe mir das ISO-Image Sabayon-Linux-x86-4-r2-LiteMCE.iso von einem der Mirrors heruntergeladen, die MD5-Summe erfolgreich mit der original MD5-Summe verglichen (geht z.B. mit dem Windows-Programm „Nullriver WinMD5Sum„, welches man hier herunterladen kann), es sorgsam auf einen hochwertigen Rohling gebrannt und die Daten der geschriebenen DVD erfolgreich auf Fehlerfreiheit geprüft („Zusammenstellung nach dem Brennvorgang vergleichen„), was man immer machen sollte, wenn es sich um eine Live-DVD oder -CD handelt, da hierbei sehr starke Kompressionsverfahren zum Einsatz kommen, die sehr empfindlich auf  Download- und Brennfehler reagieren.

Wenn von der gebrannten DVD gebootet wird, erscheint ein Menü, in dem man verschiedene Varianten von Sabayon Linux starten kann (nach mehrfachem Drücken von [Pfeiltaste nach unten] erscheinen noch weitere Menüpunkte). Hier drückte ich zuerst [F2], um als Sprache „Deutsch“ auszuwählen und dann rief dann den Menüpunkt „Start Sabayon Lite 3D“ auf. Falls ihr es auf einem Laptop mit ATI-Grafikchip versucht, kann es passieren, dass nach dem Startvorgang plötzlich der gesamte Bildschirm weiß wird, das System aber scheinbar noch reagiert (z.B. mal [STRG]+[ALT]+[Pfeiltaste nach unten]“ ausprobieren). Dies liegt vermutlich an einem Problem von Compiz Fusion im Zusammenhang mit dem auf der Live-DVD mitgelieferten ATI-Treiber. Davon nicht beirren lassen, sondern einfach mal stattdessen eine Sabayon-Variante ohne „3D“ starten (nach der Installation und einem vollständigen Update könnte man die 3D-Features nachinstallieren und eine bessere Chance haben, dass Compiz mit dem ATI-Treiber spricht).

Funktioniert das Live-System soweit, würde ich jetzt wieder Windows XP hochfahren und erstmal Platz für die Sabayon-Installation machen (dieser Punkt kann natürlich übersprungen werden, wenn ihr nicht vorhabt, es parallel zu einem bestehenden System zu installieren):

  • Daten sichern oder verschieben
  • Systemsteuerung->Verwaltung->Computer Verwaltung->Datenträgerverwaltung aufrufen
  • Leer geräumte Partition(en) löschen und merken, auf welcher Festplatte sich nun der unpartitionierte Bereich befindet

Starten der Installation

Neustarten, diesmal wieder von der Sabayon Live-DVD. Ich wählte nun – nach Einstellen der Sprache „Deutsch“ – den Menüpunkt „Graphical Installation Lite 3D„. Es ist sinnvoll, sämtliche Hardware, für die man später Linux-Unterstützung wünscht, jetzt schon an den Rechner anzuschließen und einzuschalten, um die Chancen, das jene Geräte funktionieren werden, zu erhöhen.

Achtung! Auf keinen Fall den Installer updaten, wenn dies angeboten wird, denn der Klick auf „Update Installer“ aktualisiert zwar – eine bestehende Internetverbindung vorausgesetzt – den Installer, jedoch wird dieser bei 100% Installationsfortschritt aufgrund eines „division by zero“ Bugs abstürzen!

Partitionierung

Den Bildschirmanweisungen des Installers folgen und bei der Frage nach der Partitionierungsmethode „Automatisch“ wählen. Danach erhält man eine Unterauswahl, welche von drei angebotenen Arten der automatischen (geführten) Partitionierung man machen möchte.

In meinem Fall wählte ich die Methode aus, den gesamten freien Speicher, um genau zu sein: den unpartitionierten Bereich für die Sabayon-Installation zu benutzen. Auf diese Weise bleibt also ein bestehendes Betriebssystem vorhanden und es gehen keine Daten verloren (solltet ihr kein bestehendes System, wie z.B. Windows XP oder sonst wie keine Daten zu verlieren haben, könnt ihr natürlich auch die Methode wählen, alle Festplatten für die Partitionierung zu verwenden und dabei ggf. existierende Partitionen zu löschen).

Ihr werdet nach der Festplatte, die verwendet werden soll, gefragt werden. Dort wählt ihr dann diejenige Festplatte aus, auf der ihr zuvor mittels Windows-Datenträgerverwaltung den unpartitionierten Bereich geschaffen habt. Der Partitionierungs-Druide soll darin ein LVM nach seinen Wünschen erstellen.

Tipp! Die Nummerierung der Festplatten und Partitionen geschieht unter Linux nach folgendem System… handelt es sich um SCSI oder S-ATA Festplatten, werden sie vermutlich /dev/sda1, /dev/sda3, /dev/sdb1 oder so ähnlich benannt sein. Bei IDE-Festplatten vermutlich /dev/hda1, /dev/hda3, /dev/hdb1 etc. Der Anfang der Bezeichnung der Device-Dateien (sd oder hd) ist immer gleich. Der Buchstabe vor der Ziffer gibt an, um die wievielte Festplatte es sich handelt, also a = 1. Festplatte, b = 2. Festplatte usw. Die Ziffer am Ende gibt an, um welche Partition es sich handelt: 1 = primäre Partition, 2 = meist eine erweiterte Partition, 3 = meist das erste logische Laufwerk in der erweiterten Partition usw. Wird keine Ziffer am Ende angegeben, ist die gesamte Festplatte gemeint.

Das Installationsprogramm wird – unabhängig von der gewählten Festplatte – auf jeden Fall den boot loader überschreiben (mit GRUB) und ein ggf. vorgefundenes Betriebssystem (z.B. Windows XP) als alternativ wählbaren Eintrag in das Boot-Menü am Ende aufnehmen.

Nach dem Bestätigen wird ggf. nochmal angezeigt, wie die Partitionstabelle nach der Installation aussehen wird. Seid ihr damit zufrieden und habt dies ggf. nochmal bestätigt, beginnt das automatische Einrichten jener Partitionen, das Formatieren (mit ext3 und swap Dateisystem) sowie das Kopieren der Daten. Das dauert …

Fragen und weitere Angaben bei der Installation

Da ich dieses How-To hier aus dem Gedächtnis aufschreibe, kann es sein, dass ich ein paar Schritte vergessen habe. Deswegen hier noch einige Hinweise …

Bei der Wahl der Sprache, des Landes und der Zeitzone dürfte es wohl keine Probleme geben, die richtigen Einstellungen zu treffen.

Kommt eine Aufforderung, Netzwerk spezifische Angaben zu machen, achtet darauf, einen sinnvollen und gültigen „hostname“ (Rechnername) einzugeben, z.B. „tower-pc“ oder „sabayon“. Bei „domain“ (Domäne) lasst ihr das Feld frei, es sei denn, ihr wisst, dass ihr später teil einer bestehenden Domäne sein wollt (z.B. „firmenname.local“). Eine feste IP-Adresse braucht ihr nicht angeben, wenn ihr z.B. einen DSL-/WLAN-/Sonst was-Router benutzt, auf dem ein integrierter DHCP-Server aktiviert ist. Wählt in diesem Fall „DHCP“ als Eigenschaft des richtigen Netzwerk-Adapters (meist „eth0„) aus. Möglicherweise werden mehrere Netzwerk-Adapter (bzw. Schnittstellen) angezeigt, z.B. „eth0„, „eth1„, „wlan0“ oder ähnliche. Wenn ihr unsicher seid, welcher der richtige, also derjenige ist, über den der Rechner in’s Internet soll, würde ich empfehlen, erstmal alle standardmäßig zu aktivieren und auf DHCP zu stellen.

Achtung! Auf keinen Fall eine statische IP-Adresse vergeben, sondern NUR DHCP einstellen, denn Sabayon scheint sich äusserst hartnäckig dagegen zu wehren, mit einer statischen IP-Konfiguration zu laufen. Es gibt wohl weitere Informationen dazu im Internet.. einfach mal googlen, wie man eine statische IP speziell unter Sabayon (NICHT einfach nur bei Gentoo) einrichtet. Macht dies aber wirklich nur, wenn es nötig ist und Euer System schon fertig installiert, aktualisiert und lauffähig sowie ein Backup vorhanden ist!

Bei der Anlage der Benutzerkonten (eines für den Administrator „root“ und eines für den sog. „Super User„, welcher der „normale Anwender“ sein wird, unter dem man sich später am System anmelden und arbeiten möchte) bitte ein starkes Root-Passwort verwenden, welches sich vom Passwort des normalen Benutzers unterscheiden sollte. Als Benutzername für den normalen Benutzer, der hier irreführender Weise „Super User“ genannt wird, könnte man z.B. „hans“ oder einen „nickname“ eingeben. Die Angabe eines vollständigen Namens für den Benutzer ist nicht erforderlich.

Werdet ihr nach der grafischen Oberfläche gefragt, welche benutzt werden soll, habt ihr die Wahl zwischen Gnome, KDE und Fluxbox. Ich habe Gnome gewählt, weil es super ist. KDE sieht fast aus wie Windows und ist entsprechend etwas langsamer und Fluxbox ist zwar schnell, aber ultra-minimalistisch (alle Funktionen nur über Rechtsklick auf dem Desktop erreichbar) und wird übrigens auch schon während der grafischen Installation verwendet.

Abschluss der Installation

Ist bis jetzt alles sauber durchgelaufen, wird der Rechner neu gestartet (ohne Live-DVD im Laufwerk). Es erscheint der Gnome-Desktop des jungfräulichen Sabayon. Wenn ihr ein Netzwerkkabel mit dem DSL-Modem oder eurem Internet Router verbunden habt, am besten direkt mal testen, ob die Internetverbindung funktioniert. Dazu einfach den Firefox starten und irgendeine Webseite aufrufen.

Habt ihr einen WLAN-Adapter oder eingebauten WLAN-Chip (z.B. in einem Notebook), klickt mit der linken Maustaste auf das Icon mit den beiden kleinen Computern (Netzwerk-Manager-Applet) oben rechts im Panel. Es müssten im Idealfall schon alle in Reichweite befindlichen WLANs angezeigt werden. Wählt Euer WLAN aus und gebt ggf. den Schlüssel dafür ein. Gibt es dabei Probleme, weil z.B. keine WPA/WPA2 Verschlüsselung zur Verfügung steht, heißt es, Netzwerkkabel herauskramen, anschließen und damit erstmal die Internetverbindung herstellen!

Systemaktualisierung

Das erste, was jetzt passieren muss, ist eine vollständige Systemaktualisierung. Normalerweise werden bei Sabayon Softwarepakete über den sog. „Spritz“ „Sulfur“ installiert, aktualisiert oder entfernt. „Spritz“ „Sulfur“ ist eine grafische Oberfläche für den Paketmanager „equo„, der wiederum auf „entropy“ aufsetzt. Doch nicht so schnell …

Hintergrund:Spritz“ „Sulfur„, „equo“ und „entropy“ werden anstatt dem sonst bei Gentoo üblichen „emerge“ und „portage“ verwendet, was den Vorteil einer simpleren Software-Verwaltung bieten soll. Ein Hauptunterschied ist aber auch, dass „Spritz“ „Sulfur“ fertige Pakete mittels „equo“ holt, während „emerge“ nur Software Quellcode holen und für das individuelle System frisch kompilieren würde, was jedoch zu einem kleineren und integrierteren System führt. Manchmal sind die (Quellcode-)Pakete, die über „emerge“ und „portage“ geholt werden können, auch etwas neuer, als die fertigen Pakete, die über „spritz“ „sulfur“ und „equo“ zur Verfügung stehen.

Hinweis! Bitte nicht einfach „emerge“ aufrufen, wenn man schon begonnen hat, mit „spritz“ „sulfur“ bzw. „equo“ zu arbeiten, da es zu einer inkompatiblen Paket-Datenbank führen könnte, was alles nur furchtbar durcheinander bringt. Es gibt wohl eine Anleitung, wie man die beiden Paketmanagement Systeme synchronisiert, was ich jedoch selber noch nicht ausprobiert habe, da ich vorerst lieber bei „equo“ und Konsorten bleiben möchte. [Update: Mittlerweile habe ich auch mal emerge ausprobiert, um eine neuere Version des Pakets „jack-audio-connection-kit“ zu installieren und kann dennoch nachträglich wieder Sulfur für die Aktualisierung, Installation oder Deinstallation von restlicher Software verwenden, zumindest ohne dass schwere Fehler auftreten. Ich habe mich dabei vom Ablauf her ungefähr an folgende Reihenfolge gehalten: equo update; layman -d sabayon; layman -a sabayon; emerge –sync && layman -S; equo install entropy equo sulfur; equo conf update; (jetzt z.B. mit „emerge paketname“ Software installieren, die aber später auch wieder nur mit „emerge“ aktualisiert oder entfernt werden sollte); equo database gentoosync (bei Aufforderung „y“ eintippen). Ab jetzt ist wieder Sulfur verwendbar, jedoch bitte nicht für die Software, die man vorher mal „emerge“ geholt hat, denn streng genommen müsste man diese mit ihrer speziellen Versionsnummer in der Datei „/etc/entropy/packages/package.mask“ für „equo“ bzw. „Sulfur“ maskieren, sodass keine versehentlichen Downgrades mittels „equo“ bzw. „Sulfur“ stattfinden oder überflüssige, unsinnige „Updates“ von „equo“ bzw. „Sulfur“ durchgeführt werden. Dass also die Paketdatenbanken von „portage (emerge)“ und „equo (Sulfur)“ nie so richtig synchronisiert werden bzw. „equo“ schlichtweg die neueren Versionen der Programm, die man mittels „emerge“ geholt hat, trotz zuvor ausgeführten „equo database gentoosync“ Befehl ignoriert, kann man hier nachlesen.]

Achtung! Bevor man sämtliche verfügbaren Pakete auf seinem System aktualisiert, muss man unbedingt darauf achten, dass die Paketverwaltung, also „Spritz“ „Sulfur„, „equo“ und „entropy„, zuerst aktualisiert wird, da es ansonsten zu einem fatalen Absturz des (noch sehr jungen) Programms „Spritz“ kommt, der u.U. eine Neuinstallation des gesamten Sabayon nötig machen würde. Auch später immer darauf achten, dass wenn es ein Update für eines der o.g. drei Pakete gibt, dieses zuerst installiert werden muss (siehe übernächster Abschnitt „Aktualisierung der Paketverwaltung„). [Update: Seit Spritz in Sulfur umbenannt und mehrfach verbessert wurde, scheint es etwas stabiler zu laufen. Aber auch hier gilt natürlich, gibt es ein Update für equo, entropy oder sulfur, erstmal „equo install entropy equo sulfur“ als root ausführen, bevor man mit Sulfur weitere Software zieht.]

Aktualisierung der Paketquelle(n)

Sabayon Linux - Spritz Package Manager - RepositoriesSpritz Package Manager“ „Sulfur“ starten, auf der linken Seite das orangefarbene Icon (Repository Auswahl) anklicken, das wie ein RSS-Symbol aussieht, auf den Button „Aktualisiere Repositories“ klicken und warten, bis er fertig ist. Jetzt den Spritz Sulfur wieder schließen!

Aktualisierung der Paketverwaltung

Ein Terminal öffnen (Anwendungen->Zubehör->Terminal) und darin..

su

..eingeben, das Root-Passwort eingeben und bestätigen, um sich selbst zum Benutzer „root“ (Administrator) zu machen. Danach Folgendes eintippen:

equo update --force
equo update
equo install equo entropy sulfur
equo conf update

Dies führt dazu, dass nochmal explizit frische Informationen über verfügbare Aktualisierungen und Pakete heruntergeladen und die drei Programme „spritz“ „sulfur„, „equo“ und „entropy„, welche die Paketverwaltung, die wir nutzen wollen, darstellen, aktualisiert werden. Dieser Schritt dauert ein bischen.

Falls es Probleme gibt, schaut mal in diesen Thread; dort wird erklärt, wie man seine Repository-Konfiguration, die übrigens in der Datei „/etc/entropy/repositories.conf“ steckt,  aktualisiert, falls „entropy“ sehr veraltet sein sollte.

Aktualisierung der restlichen Software-Pakete

[Update: Ich habe soeben einen Wiki-Artikel gefunden, der eine Aktualisierung des Systems auf den neuesten Stand mittels „equo“ und nicht mittels „Spritz“ beschreibt. Möglicherweise ist das der bessere Weg. Also auf jeden Fall mal diesen Artikel lesen. Nachfolgend beschreibe ich allerdings den (unsicheren) Weg mittels „Spritz“ „Sulfur„.]

„Spritz Package Manager“Sulfur“ starten, es ist jetzt bereits „Aktualisierungen“ vorausgewählt und es müssten ca. 200 oder mehr Aktualisierungen aufgeführt werden. Über das Suchfeld in der rechten oberen Ecke kann stets in der aktuellen Ansicht ein Filter gesetzt werden, um in den Paketen nach bestimmten Begriffen zu suchen. Dies ist ein sehr wichtiges Werkzeug, welches ihr noch öfter benötigen werdet.

Sucht doch mal nach den Begriffen „entropy„, „equo“ und „spritz“ bzw. „sulfur“ (jeweils einzeln und ohne doppelte Anführungszeichen), um sicherzustellen, dass diese Pakete wirklich nicht mehr in den verfügbaren Aktualisierungen aufgelistet werden. Falls doch, müssen diese zuerst und einzeln installiert werden (siehe Abschnitt „Aktualisierung der Paketverwaltung„) und zwar am besten nicht via Spritz Sulfur.

[Update: Sucht bitte auch nach dem Begriff „linux-sabayon„, um evtl. einen neuen verfügbaren Kernel in der Liste der angebotenen Aktualisierungen zu entdecken. Solltet ihr bspw. derzeit Kernel „linux-sabayon-2.6.26#2.6.26-sabayon“ verwenden und ein Update auf Kernel „linux-sabayon-2.6.29#2.6.29-sabayon“ sehen, sollte der Kernel erstmal beim jetzigen Update-Vorgang ausgelassen werden, um ihn später einzeln inkl. der davon abhängigen Module, z.B. „ati-drivers-8.600-r10#2.6.29“ oder „nvidia-drivers-180.44-r1#2.6.29-sabayon“ zu installieren; dies ist bei Kernel-Updates immer sehr wichtig. Unbedingt dazu diesen Thread, der das ganze ausführlicher behandelt, lesen!]

Ansonsten könnt ihr jetzt unter „Aktualisierungen“ den Button „Alle Hinzufügen“ anklicken, um sämtliche verfügbaren Updates in die Paketwarteschlange zu setzen. Nun am linken Rand auf das CD-Symbol („Queue“ = Paketwarteschlange) klicken und dann auf den Button „Übergebe Aktionen“ (commit actions). Das Update beginnt. Dieser Vorgang kann u.U. sehr sehr lange dauern. Möglicherweise wird auch das Spritz Sulfur Fenster grau, was bedeutet, dass die Anwendung im Moment nicht mehr reagiert. Dies ist aber normal und nach einer (teilweise sehr langen) Weile geht es trotzdem weiter. Nur wenn Spritz Sulfur für mehr als drei Stunden am Stück grau ist, sollte man von einem Absturz ausgehen. In diesem Fall bleibt einem nichts anderes übrig, als das Fenster zu schliessen (Beenden erzwingen), was jedoch riskant ist und bei mir schon mal dazu geführt hat, dass sich danach weder Spritz nochmal starten ließ, noch „equo“ wieder zum Funktionieren zu bewegen war.

Wenn der Update-Vorgang fertig ist, wird wahrscheinlich die Seite „Konfigurationsdateien“ bzw. „System files“ (auch über das Icon mit dem Blatt und Bleistift zu erreichen) im Spritz Sulfur angezeigt. Dort auf den Button „Alle Mergen“ klicken, was dazu führt, dass sämtliche Konfigurationsdateien von Programmen, die nun mehr oder andere Konfigurationen aufweisen mit den bestehenden Konfigurationsdateien verschmolzen (gemerged) werden.

[Update: Evt. sollten doch nicht alle Konfigurationsdateien gemerged werden, z.B. nicht „/etc/conf.d/xdm„, „/etc/conf.d/hostname„, „/etc/conf.d/hwclock“ u.A.; siehe dazu diesen Thread.]

Sabayon Linux - Spritz Package Manager - AusgabeErscheint die Seite „Ausgabe“ (auch über das Icon mit dem Paket und dem grünen Pfeil zu erreichen) und steht dort „Nichts zu tun“ … „Ich lebe noch!„, wurden alle Aktualisierungen installiert.

Das Update ist nun beendet.

Bitte jetzt das System neu starten. Ihr werdet feststellen, dass nun Sabayon von Version 4.0 (Four Oh!) auf Version 4.1 4.2 aktualisiert wurde. Möglicherweise funktioniert nun auch die WPA/WPA2 WLAN-Verschlüsselung, falls ihr kabellos ins Netz wollt, sowie Compiz im Zusammenhang mit dem ATI-Treiber.

[Update: Sollte euer System nicht mehr komplett starten, sondern z.B. während schon eine grafische Oberfläche geladen wurde und in einem Rahmen nur ein Cursor blinkt, könnte es vielleicht daran gelegen haben, dass ihr vielleicht unabsichtlich einen neuen Kernel ohne die dazu passenden Grafikkartentreiber oder sonstigen dazu passenden Kernelmodule installiert habt. „Dazu passend“ meint, dass wenn z.B. der Linux Kernel „linux-sabayon-2.6.29#2.6.29-sabayon“ installiert wurde, bei den Treibern ebenfalls die Endung „#2.6.29“ stehen sollte. Zur Not müsst ihr den alten Kernel booten und manuell reparieren/nach-installieren. Weitere Infos gibt es in diesem Thread. Falls ihr jedoch schon im Bootmenü (GRUB boot loader) gar nichts mehr auswählen könnt, weil dort nur der Begriff „Grub“ steht, ist wohl die Grub Konfiguration zerschossen worden. Dies lässt sich zum Glück leicht beheben. Siehe dazu mein How-To „Zerschossenen GRUB boot loader bei Sabayon Linux reparieren„.]

Nachtrag

Hier noch einige Tipps und Hilfestellungen, die nach der Installation/dem Update nützlich sein könnten bzw. es dem Windows-Umsteiger erleichtern, sich mit Sabayon bzw. mit dem mittels Compiz Fusion aufgepeppten Gnome zu recht zu finden…

Allgemeines

Wenn die Repositories aktualisiert wurden und Spritz nun Updates u.a. für „equo„, „entropy“ und „spritz“ „sulfur“ anzeigt, müssen diese Pakete, die zur Paketverwaltung gehören, bevor man weiter macht unbedingt einzelnd und zwar nicht(!) via Spritz aktualisiert werden! Siehe dazu: „Aktualisierung der Paketverwaltung„.

Wenn Spritz Sulfur ein Update für z.B. „sys-kernel:linux-sabayon-2.6.29#2.6.29-sabayon~2“ anzeigt, handelt es sich um einen neuen Kernel, der zur Verfügung steht. [Update: Scheinbar gibt es Probleme mit dem 2.6.29er Kernel auf Notebooks mit AMD CPU und ATI Grafik; ein Update vom 2.6.27er auf jenen Kernel bei einer Freundin, die so ein Notebook besitzt, führte dazu, dass das System beim Startvorgang hängen blieb! Evt. bin ich aber nur zu blöd gewesen und habe diesen Thread „World Updating 101 – Read before World Updating –“ bzgl. Kernelmodul-Aktualisierung bei Kernel-Aktualisierung nicht gelesen; werde das noch herausfinden.] Ich empfehle ein Update des Kernels ebenfalls einzelnd vorzuziehen, von mir aus auch via Spritz Sulfur durchzuführen; evtl. sollten jedoch dann auch gleichzeitig angebotene Updates für ATI- und nVIDIA-Treiber sowie X-Server bezogene Komponenten bzw. Gnome aktualisiert werden, weil diese u.U. den neuen Kernel auch erfordern [Update: Unbedingt den o.g. Thread „World Updating 101 – Read before World Updating –“ lesen!].

Nach der Installation eines neuen Kernels erscheint ein neuer Eintrag im GRUB boot loader, wenn man den Rechner neu startet, was auch dringend angeraten ist. Es kann aber sein, dass der neue Eintrag nun ganz unten in der Liste auftaucht und somit nicht mehr vorausgewählt ist. Bitte darauf achten, den richtigen Kernel zu starten. Möglicherweise funktioniert der alte nämlich aufgrund von Aktualisierungen an den Grafikkarten-Treibern auch nicht mehr.

Tipp: Für eine permanente Änderung an der Reihenfolge der Einträge im GRUB boot loader muss der zum Eintrag („title„) gehörende Block in der Datei „/boot/grub/grub.conf“ verschoben werden, z.B. soweit nach oben, dass es der erste in der Liste ist. Man kann aber auch in jener Datei die Einstellung „default=0“ auf einen anderen Wert setzen, um einen anderen Eintrag als den ersten in der Liste (Eintrag 0) zum Booten vorzuselektieren.

How-To’s (separate Artikel)

Für Windows-Umsteiger

  • Vollbild bei Doppelklick auf Titelleiste:
    System->Einstellungen->Emerald Theme Manager: Emerald Einstellungen: Aktion für Doppelklick in Titelleiste: Maximize/Restore
  • Mehr Übersichtlichkeit:
    System->Einstellungen->Verwaltung von Dateien->Ansichten: Vorgaben für Symbolansicht: Engere Anordnung verwenden
  • Mehr Datei- und Verzeichnis-Informationen:
    System->Einstellungen->Verwaltung von Dateien->Listenspalten: Name, Größe, Typ, Änderungsdatum, Gruppe, Besitzer und Zugriffsrechte jeweils: an
  • Standard-Aktionen (Anwendungen):
    System->Einstellungen->Bevorzugte Anwendungen->Internet: E-Mail-Betrachter: Evolution E-Mail-Betrachter, Multimedia: Multimedia-Player: Benutzerdefiniert, Befehl: vlc „%s“
  • Weitere Standard-Aktionen (Autostart):
    System->Einstellungen->Verwaltung von Dateien->Datenträger: ggf. gewünschte Einstellungen treffen, z.B. Audio-CD: Audacious öffnen, DVD-Video: VLC media player öffnen, Musik-Player: Ordner öffnen, Fotos: F-Spot Fotoverwaltung öffnen
  • Verknüpfte Programme zum Öffnen von Dateien (allgemein):
    Datei-Browser öffnen, rechte Maustaste auf eine Datei, welche die Extension (Dateiendung) trägt, für die das Standard-Programm zum Öffnen geändert werden soll, Eigenschaften->Öffnen mit: gewünschtes Programm auswählen
  • Automatischen Einhängen (Wechselmedien):
    System->Einstellungen->Wechseldatenträger und -medien->Speicherort: Hotplug-Wechsellaufwerke automatisch einhängen: an, Wechselmedien beim Einlegen einbinden: an
  • Verbesserte Task-Wechsel:
    Compiz Config->Fensterverwaltung->Application Switcher: aus
    Compiz Config->Fensterverwaltung->Shift Switcher->Tastenkombinationen: (Tastatur) Auslösen: Deaktiviert, (Tastatur) Nächstes Fenster: [ALT]+[TAB], (Tastatur) Vorheriges Fenster: [SHIFT]+[ALT]+[TAB], (Tastatur) Nächstes Fenster (alle Arbeitsflächen): [SUPER*]+[TAB], (Tastatur) Vorheriges Fenster (alle Arbeitsflächen): [SHIFT]+[SUPER*]+[TAB]
    Compiz Config->Fensterverwaltung->Shift Switcher: an

Hinweis! *: Die [SUPER]-Taste ist die Taste mit dem Windows-Logo! [Update: Nach irgendeinem Update scheint die [SUPER]-Taste nun eine hartnäckige andere Funktion zu haben: durch mehrfaches Drücken der Taste wechselt man nun zwischen den verschiedenen Konsolen/Displays. Leider habe ich noch nicht herausfinden können, wie man das ändert und so bedeutet das erstmal, dass keine anderen, z.B. in Compiz eingerichteten Tastaturkommandos, die die [SUPER]-Taste (und evt. auch noch andere, spezielle „multimedia keys“ enthalten, funktionieren.]

Tuning

  • Extreme Performance-Steigerung in allen grafischen Angelegenheiten, wie z.B. Desktop Cube drehen oder Firefox scrollen/zoomen etc., falls man eine nVIDIA-Grafikkarte hat und den dazugehörigen, proprietären Treiber verwendet:
    Rechte Maustauste auf Compiz Fusion Icon im oberen Panel->Compiz Options->Loose Binding: an
  • Weniger Systembelastung:
    System->Einstellungen->Suche und Indizierung->Allgemein: Aktiviere Indizierung: aus
  • Arbeitsgeschwindigkeit erhöhen:
    Compiz Config->Effekte->Wobbly Windows: aus, Water Effect: aus
    Compiz Config->Fensterverwaltung->Resize Window->Allgemein: Default Resize Mode: Outline
  • 3D-Effekte ruckelfreier und praktisches „Expo“ Feature:
    Compiz Config->Arbeitsfläche->Expo: an, Expo->Aussehen: Reflektionen: aus
  • 3D-Effekte ruckelfreier:
    Compiz Config->Fensterverwaltung->Shift Switcher->Aussehen: Reflektionen: aus
  • Surfen beschleunigen:
    Firefox->Edit->Preferences->Advanced: General: Use Smooth Scrolling: aus
    Firefox->Edit->Preferences->Advanced: Network: Offline Storage: Set up to 80 MB of space for the cache

Extras

(2do…)

Fazit

Sabayon ist ein mittelmässig bis ziemlich stabiles Betriebssystem, das ich Power Usern, Fortgeschrittenen, Bastlern, Gadget begeisterten und lernwilligen Einsteigern empfehlen kann, die nicht vor Recherchen im Netz, dem Lesen von Hilfe-Seiten und dem Benutzen von Terminal-Fenstern zurückschrecken. Hat man das System jedoch erstmal (z.B. mithilfe der in diesem oder anderen Artikeln stehenden Tipps und Anleitungen) „entwurmt“ sowie auf seine Bedürfnisse angepasst, braucht man i.d.R. nur noch selten manuelles Herumbasteln, sondern kann – wie auch von Ubuntu, MacOS oder sogar Vista gewöhnt – Aufgaben, wie Briefe schreiben, Programmieren, Surfen, Videos gucken, Musik hören, Chatten etc. hervorragend erledigen sowie noch einen ganzen Kosmos mehr. Meine Grafikkarte mit nVIDIA Geforce 7800GT Chip wird prima unterstützt und sorgt für mehr Effekte und Ruckelfreiheit im Desktop-Einsatz, als ich bei Windows XP je gesehen habe.

Auf einige Einschränkungen muss ich jedoch hinweisen: der Windows-Umsteiger wird womöglich am argsten seine Spiele oder die Unterstützung der einen oder anderen Hardware – mangels fehlendem Linux-Treiber – vermissen. So schlimm um Linux gestellt, wie es die „Tauglichkeit“ im Desktop- und Alltagsbereich früher vielleicht einmal war, ist es aber nicht. Eigentlich bin ich von den Linux-Fortschritten gerade dort sehr positiv überrascht.

Pluspunkte, die ich Sabayon und aktuellen Linux-Distris gebe:

  • Schnelles und – wenn geupdated und entwurmt – auch ziemlich stabiles System. Gutes Multithreading – meiner bescheidenen Meinung nach. Als „Arbeitstier“ gut verwendbar, wenn am System aber auch nicht zu viel verbastelt wurde/wird.
  • Macht Spaß, wenn man eine Grafikkarte mit nVIDIA-Chip neuer als 36 Monate besitzt, mehrere Desktops mit vielen bunten Programmen und Fenstern vollgestopft hat und Compiz verzierte, semi-transparente 3D-Desktopwechsel ausreizt bis einem schwindelig wird.
  • Recht gute Verschmelzung mit der Windows- und Mac OS X-Welt, was Standard Hardware-Unterstützung, Dateiformate und Kompatibilität sowie allgemeine Benutzbarkeit und Bedienkonzept der grafischen Oberfläche (in meinem Test: Gnome plus Compiz) angeht.
  • Bisher fast immer brauchbare Infos im Netz gefunden, wenn es Probleme gab. Englisch sollte man aber schon lesen können und auch ruhig öfter in Ubuntu- oder anderen Foren mal nach Lösungen suchen – sie sind alle da und meistens halbwegs anpassbar auf Sabayon, sprich Gentoo.
  • Durch nachträgliches Installieren diverser freier Software – meist ganz einfach über die Paketverwaltung oder auch auf der Kommandozeile kompiliert – hat sich mein System nun in eine Eier legende Wollmilchsau verwandelt und ich kann Video-, Audio-, wissenschaftliche und andere Software nutzen, die als vergleichbare, kommerzielle Produkte für Windows, Vista oder Mac OS sicher tausende an Euros gekostet hätten.
  • Durch weite Verfügbarkeit an Gentoo-Paketen oder eben durch meist reibungsloses Kompilieren von Debian- u.A. Source Code eine auch auf lange Sicht garantiert Sicherheitsupdate mässig gepflegte Basis, wie z.B. Debian, RedHat oder Suse. Durch Verwendung von Unstable-Code aber zu Neuerungen jedoch viele eher einsatzbereit und testfreudig.
  • Deutlich kürzere Update-Zyklen als bei Windows, Vista und Co.

Problemchen, die vielleicht erst demnächst gelöst sein werden:

  • Wenn Ihr zufällig einen bestimmten ATI-Grafikchip habt (ich glaube es war der Radeon Xpress 1250), evt. Probleme mit der 3D-Beschleunigung (Ruckeln).
  • Falls Ihr mit Eurem Sabayon-Notebook eine Bluetooth-Verbindung zum Handy herstellen oder einfach nur einen exotischen DVB-T-Stick zum Fernsehgucken mit dem Player Xine benutzen wollt, evt. Basteln nötig, es ist jedoch machbar!
  • Das Ausdrucken von Photos in bester Qualität mit meinem Canon Pixma iP5200 ist – seit ich Sabayon benutze – nicht mehr so recht möglich: der Gutenprint-Druckertreiber für CUPS scheint Photos nur noch mittelmässig drucken zu wollen (vielleicht wegen Zwangs-PDF-Umwandlung?)
  • Stets für Ein- oder Umsteiger das unverständliche – wenn auch nicht wirklich komplizierte – „per Hand“-Aktualisieren der Paketverwaltung nötig, sollte bei den angebotenen Updates auch eine neue Paketverwaltung dabei sein (was oft der Fall ist).
  • Die Performance von zwei Grafikkarten mit nVIDIA-Chip im SLI-Betrieb soll unter Linux – bei 3D Anwendungen – nur ca. 80% im Vergleich zum Einsatz von SLI unter Windows XP betragen. Habe ich allerdings selber nicht getestet, weil ich nur eine Grafikkarte habe.
  • Gelegentliche Anwendungsabstürze zumeist nur durch Drittanbieter-Software (Closed Source), wie z.B. Adobe Flash Plugin, Adobe Reader etc., bedingt, manchmal aber auch durch andere Firefox-Plugins oder das Pulseaudio-System.
  • Ab und zu wird durch ein Update auch etwas verschlimmbessert oder zerschossen, wenn man zu ungeduldig war und nicht mal die i.d.R. recht schnell hinterherkommenden Folge-Updates oder Reaktionen der Netzgemeinde beachtet hat.

Condors Meinung: Von der Gesamt-Performance, Bedienbarkeit und dem Software-Angebot her würde ich Sabayon 4.2 zusammen mit z.B. Ubuntu 9.04 und Mandriva One auf Platz 2. ziemlich dicht hinter Mac OS X 10.5.x einstufen; in diesem fiktiven und völlig subjektiven Vergleich, der auf keinerlei Messungen beruht, würde ich noch Debian 5.0, Knoppix, OpenSuse u.A. auf Platz 3., und zum Schluss noch Vista und Windows XP auf Platz 4. verweisen.

Weitere Informationen

Sabayon Linux-Homepage:
http://www.sabayonlinux.org/
Sabayon Linux-Wiki:
http://wiki.sabayonlinux.org/index.php?title=De:Hauptseite
Sabayon Linux-Forum:
http://forum.sabayonlinux.org/

Gentoo LinuxGentoo Linux-Homepage:
http://www.gentoo.org/
Gentoo Linux-System-Dokumentation:
http://www.gentoo.org/doc/de/index.xml?catid=gentoo
Gentoo Linux Wiki Tutorials:
http://de.gentoo-wiki.com/wiki/Index:Tutorials

Screenshot - Compiz Desktop CubeCompiz-Homepage:
http://www.compiz-fusion.org/
Compiz-Wiki:
http://wiki.compiz-fusion.org/
Compiz Community Forums:
http://forum.compiz-fusion.org/

Gnome-Homepage:
http://www.gnome.org/
Gnome-Projekt Sabayon:
http://projects.gnome.org/sabayon/
Gnome-Desktop-Benutzerhandbuch:
http://library.gnome.org/users/user-guide/stable/
Gnome-Support-Forums:
http://gnomesupport.org/forums/

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3 Trackbacks

  1. am 20. März 2009 um 0:12

    […] Sabayon auf einem Notebook installiert wurde, könnte es nach dem in Artikel “Sabayon Linux Installation und Erfahrungen” beschriebenen, großen Update dazu gekommen sein, dass das Touchpad nicht mehr richtig […]

  2. am 17. August 2009 um 14:50

    […] ein kurzes Update bzgl. meiner Erfahrungen mit Sabayon Linux… Wer meinen alten, langen Artikel über Sabayon < v4.2 noch nicht kennt, kann ja auch dort mal […]

  3. am 27. Oktober 2013 um 15:58

    […] […]